LL – Kapitel 8 ==> Bauchgefühl

08-bauchgefühlDas Libellchen saß in der Sonne und schrieb eifrig. MagdaLena hatte ihr 3 Fragen gestellt und das Libellchen hatte auf 3 Seiten jeweils eine Überschrift geschrieben – Bauchgefühl – Streß – emotionaler Ausbruch.

Ihr Bauchgefühl hatte ihr gesagt, mit genau ihm anzufangen. Das Libellchen lächelte. Wenn sie an Bauchgefühl dachte, fiel ihr sofort „erster Eindruck“ ein. Sie hatte wenn sie jemanden kennen lernte immer ein eindeutiges Gefühl gespürt. Da gab es Menschen die mochte das Libellchen sofort, dann gab es Menschen die empfand sie einfach nur als anstrengend. Sie hatte auch schon Menschen kennen gelernt die waren einfach nur mühsam, andere wiederum überforderten sie. Aber es hatte auch jene gegeben, die sie nicht mochte. Wo ihr Bauch ganz laut NEIN geschrieen hatte.

Doch das Libellchen war harmoniesüchtig. Sie wollte nicht streiten oder andere Menschen verletzen. Und viele dieser Menschen wo der Bauch ganz laut verneinend geschrieen hatte, kamen irgendwann auf das Libellchen zu und wollten sie näher kennen lernen. Was sollte das Libellchen also sagen. Nein? Nur aufgrund eines Bauchgefühls? Natürlich nicht. Man mußte den Menschen doch eine Chance geben. Schließlich hatten sie ihr ja nichts getan.

Also gab sie diesen Menschen eine Chance. Und genau diese Menschen haben ihr dann Monate oder Jahre später das Leben schwer gemacht. Sind ihr in den Rücken gefallen. Haben sie an emotionale Klippen getrieben. Haben sie belogen und betrogen. Haben sie ausgenutzt. Haben sie verletzt. Aber nur diese Menschen. Nur Menschen wo der Bauch ganz laut NEIN geschrieen hatte. Hätte sie auf ihn gehört, hätte sie sich viel Leid und Trauer erspart.

Doch was bedeutet das für die Zukunft? Sollte sie alle Menschen die sie auf den ersten Blick nicht mochte einfach eiskalt abblitzen lassen? Da grummelte ihr Bauch auch nicht zustimmend. Und wenn ich diese Menschen einfach nicht an mich ranlasse? Ich könnte mich ja einfach abgrenzen. Da grummelte der Bauch zustimmend. Jetzt hatte das Libellchen nur mehr eines zu tun. Sie mußte überlegen, ob es im Moment in ihrem Freundes- bzw. Bekanntenkreis jemanden gab, mit dem ihr Bauchgefühl nicht einverstanden war.

Und während sie das tat holte Jack aus der Küche was zu trinken für das Libellchen. Sie saß schließlich schon seit Stunden in der Sonne. Und wenn sie nicht bald was trinken würde, würde sie von der Bank fallen. Jack war zwar nicht sehr gesprächig, aber er war sehr umsichtig. Und so brachte er das Trinken zu Libellchen, stellte es ihr auf den Tisch und bevor sich das Libellchen noch bedanken konnte, war er auch schon wieder verschwunden.

Also bei ihm hatte das Libellchen ein gutes Gefühl. Er war ihrem Bauch sympathisch. Überhaupt alle Bewohner des Himmelreich strahlten so viel positive Energien aus, da konnte man sich nur wohl fühlen. Libellchen war dann auch mit ihrer Bestandsaufnahme fertig und war froh, dass in ihrem jetzigen Umfeld niemand war, bei dem sie ein schlechtes Gefühl gehabt hat beim Kennen lernen. Im Büro war das allerdings ganz was anderes. Da gab es einige wo ihr Bauch zumindest gegrummelt hatte. Aber ihren Arbeitskollegen, erzählte sie eh nichts, was sie später gegen sie verwenden konnten.

Das Libellchen beschloß in Zukunft noch bewußter auf ihren Bauch zu hören. Vielleicht funktionierte das ja auch bei der Job- oder Wohnungssuche. Vielleicht hatte ihr Bauch ja auch zu anderen Sachen eine Meinung und nicht nur zu Menschen.

© Libellchen, 2011

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