LL – Kapitel 16 => Oben ohne

16-oben ohneAls das Libellchen zu ihrem Stückchen Garten kam, merkte sie dass sich ein wenig grün in das verdorrte Land geschoben hatte. Doch trotzdem war sie enttäuscht. Sie hatte gehofft, dass sie mehr bewirkt hätte. „Das erste grün ist immer das schwerste“ der schwarze Panther hatte schon wieder mal eine Antwort auf ihre Gedanken gegeben. Sie lächelte ihn an und erwiderte „das sagst du jetzt nur um mich aufzumuntern!“ „Ich würde dir niemals etwas erzählen um dich aufzumuntern wenn es nicht meiner tiefsten Überzeugung entspringen würde!“ Sie merkte das sie ihn beleidigt hatte, das war aber ganz und gar nicht ihre Absicht gewesen. Sie wollte schon etwas sagen, doch er kam ihr zuvor. „Ich verzeihe dir!“ sprach Puschkin und trabte von dannen.

„Er hat recht, weißt du“ MagdaLena hatte das Gespräch zwischen ihnen natürlich mitverfolgt. „Der Anfang ist immer am schwersten, der Rest wird dir lächerlich einfach vorkommen.“ Die Berghexe hakte sich beim Libellchen ein und so schlenderten sie Richtung Haus zurück.

„Haben sich in deiner Gegenwart schon mal 2 Menschen miteinander unterhalten und du hattest das Gefühl, dass sie aneinander vorbei reden?“ „Ja das kenn ich, das hatte ich schon oft!“ „Und was hast du gemacht?“ „Na ich hab zwischen den beiden vermittelt. Ich wusste was jeder von ihnen sagen wollte, und hab mit anderen Worten, den Inhalt des Gesagten dorthin transportiert, wo es hingehört.“

„Und ist dir auch klar, dass das nicht jeder kann?“ „Nein, das war mir bisher nicht klar. Ich hab aber auch nie darüber nachgedacht wenn ich ehrlich bin. Das hat sicher wieder was mit einem Zentrum zu tun, oder?“ MagdaLena lächelte „Ja in der Tat, oder besser gesagt mit 2 Zentren. Du bist oben ohne wie ich so gern sage. Das heißt der Kopf deiner Matrix ist nicht definiert. Weder dein Denken, noch dein Verstand ist in irgendeiner Form festgelegt. Und deshalb kannst du unterschiedlichste Denkweisen verstehen und somit auch zwischen Menschen die da nicht so flexibel sind, vermitteln.“

„Das find ich toll! Bin ich deshalb den ganzen Tag am Gehirnwixen wie ich immer sag?“ „Sagen wir so, deine Umwelt beeinflusst dich natürlich auch hier, weil du ja nicht definiert bist, und wenn dann Menschen mit Ansichten kommen, die du noch nicht kennst, dann denkst du darüber nach. Heißt aber auch, dass du wahrscheinlich mehr am überlegen bist, wenn du Input von außen bekommst.

Das müssen jetzt natürlich nicht nur reale Menschen sein. Können auch Informationen aus dem Fernsehen, einer Zeitung, oder dem Internet sein. Also solange du nicht den Kontakt zu deiner Umwelt komplett unterbindest, wirst du immer irgendetwas finden, worüber du nachdenken kannst. Aber vergiss nicht, Entscheidung immer aufgrund des Bauchgefühls treffen. Dein Hirn darf gern den ganzen Tag arbeiten, aber Entscheidung braucht es keine zu treffen.“

„Ja das werd ich mir merken, versprochen! Sag mal wie viele Zentren gibt es eigentlich noch?“ das Libellchen war neugierig. Je mehr sie erfuhr, desto mehr wollte sie wissen. „ Über 3 Zentren haben wir noch nicht gesprochen. Aber wenn wir mit den Zentren fertig sind, hab ich noch ein, zwei Überraschungen für dich.“ „Und über welches Zentrum sprechen wir als nächstes?“ das Libellchen war richtig ungeduldig. „Wie wärs mit Kommunikation?“

© Libellchen, 2011

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