Es gibt keine erfolg-&-reichen Opfer

Mir ist jetzt grad die ganze BeDeutung dieser Aussage so richtig bewusst geworden – und auch, warum das mit dem manifestieren eines Lottogewinnes nicht klappen kann – also jetzt rein von der Logik her.

Warum spielt man Lotto?

Also ich spiel Lotto – fallweise – wenn ich grad seh, dass 4fach Jackpot ist – oder noch was höheres – und ich damit einiges Zusätzliches bewerkstelligen könnte, was ich ohne einen 7-stelligen Lottogewinn nicht so schnell bewerkstelligen kann. Ich habe noch nie gespielt, weil ich das Geld dringend und unbedingt brauchen würde. Ja – ab und zu gewinne ich bissale was – aber es ist auch nicht tragisch, wenn ich nichts gewinne – dann fliessen eben meine paar Euros wo rein, wo es vielleicht wer wirklich brauchen kann.

Wodurch das Thema bei mir grad wieder hoch kam ist so ein Crowdfunding Projekt, wo man für ein Jahr ein bedingungsloses Grundeinkommen gewinnen kann in Höhe von 1.000 monatlich. Das System dahinter – man zahlt einen monatlichen Betrag ein – und hat dadurch auch die Chance, selbst ein monatliches Grundeinkommen für ein Jahr zu gewinnen.

So weit schön und gut – wer mit machen möchte – solls ruhig.

Was mich persönlich stört – oder eben heut mal wieder aufgefallen ist – ist die Motivation derer, die mitmachen – und das auch noch öffentlich promoten.

Sagen wir es anders – ich hab mir jetzt auch ein paar Kommentare durchgelesen – direkt auf deren Seite – wo einer meint – er hat einen monatlichen Lastschrifteinzug – und er spendet nur für die Kosten des Vereins – weil er kanns von der Steuer absetzen – finde ich voll ok.

Wenn jemand Geld braucht – und monatlich € 1,00 spendet, um ev. gewinnen zu können – auch ok.

Was für mich nicht kongruent ist, wenn jemand behauptet, sie/er sei in ihrer/seiner Selbständigkeit so mega erfolg-&-reich – und dann postet, dass sie/er gerne ein bedingungsloses Grundeinkommen für ein Jahr gewinnen möchte – und dass noch jemand mitmachen solle. Da kam jetzt genau der Satz hoch – „Es gibt keine erfolg-&-reichen Opfer“ – weil, wenn ich ein bedingungsloses Grundeinkommen gewinnen möchte – bin ich dann schon in der Fülle?

Du weißt, was ich meine?

Ich „brauche“ kein bedingungsloses Grundeinkommen, wenn ich als Unternehmerin erfolg-&-reich bin – dann käme ich persönlich gar nicht auf die Idee, da mitspielen zu wollen. Ok – Spenden – für die Menschen, die es brauchen – oder auch für den Verein, der das alles möglich macht – das passt für mich – aber ein bedingungsloses Grundeinkommen für ein Jahr gewinnen wollen – passt in meinem WeltBild so ganz und gar nicht zu Fülledenken und erfolg-&-reichem UnternehmerInnenTum.

Wobei es natürlich mein ganz persönliches Thema ist, dass ich so denke – für mich waren Schulden – und/oder – auf Kosten von jemand anderen leben – schon immer irgendwie etwas, was ich nach Möglichkeit vermeiden wollte – und vermieden hatte. Ja, ich war zwischendurch auch immer wieder arbeitssuchend gemeldet – aber dafür hatte ich im Vorfeld auch eingezahlt – und ich bin jetzt in Pension – und beziehe Pension – aber auch dafür habe ich jahrzehntelang eingezahlt – und habe es mir rechtschaffen verdient.

Für mich ist eben so – Geld fürs Nixtun zu bekommen – und vielleicht sogar noch so zu tun, als ob ich Anspruch darauf habe – ein abolsutes NoGo – war auch mein grosses Thema, speziell in den letzten 4 Jahren meiner unselbständigen Beschäftigung. Ich hab ja schon immer mit arbeitssuchenden Menschen gearbeitet – die letzten 4 Jahre mit Jugendlichen – und da kam mir mehrfach die Galle hoch – wenn mir 20jährige, die noch nie irgendwas gearbeitet hatten – frech erklärten, Österreich sei ein Sozialstaat und hätte sie gefälligst zu erhalten.

Das widerspricht so ganz meiner eigenen Natur und Einstellung – und hat sicher auch dazu beigetragen, dass ich noch zusätzlich an Gewicht zugelegt habe – weil ich einfach meinen Frust irgendwie kompensieren musste – weil ich ja sowieso zu wenig wertschätzend mit unserem hochmotivierten Klientel umgegangen war. Ja – ich hab es 4 Jahre durch gezogen – weil ich einfach nicht nochmals auf Staatskosten warten wollte, dass ich endlich Pension bekomme – sondern für mein Geld auch was leisten wollte.

Ja, es hat mich krank gemacht – nicht so sehr diese Aussagen – sondern auf der anderen Seite die Vorwürfe, ich sei nicht wertschätzend – und ich solle unsere Schutzbefohlenen respektvoller behandeln. Ich – die sich den Arsch aufgerissen hatte, um ihnen irgendwas nahe zu bringen von meinen Werten und Vorstellungen. Ja – jetzt ist mir klar, dass es eigentlich nie um sie ging – sondern darum, endlich mal zu explodieren – das alles raus zu lassen – Klartext zu reden.

Ich hab es nie getan – auf Rücksicht auf alle anderen – auch auf unser Klientel – und das Alles jahrzehntelang auf meine Kosten – und auf Kosten meiner Gesundheit.

Ich kann es nicht rückgängig machen – und ich ärgere mich auch nur mehr selten bis nie – ausser in jenen Momenten, wo ich dann eben solche Dinge lese – gewinne mit mir ein bedingungsloses Grundeinkommen – und ich da sitze und überlege, einfach dazu zu schreiben – so, wirst du es nie zu etwas bringen – weil – solange du im Mangel steckst, kannst du gar nicht ergfolg-&-reich werden. Und solange du es nicht schaffst, dass wirklich zu verstehen, was du sinnenleert nachplapperst, wirst du es auch zu nix bringen.

Sorry – ist so – unintelligente und begriffsstutzige Menschen werden es nur nicht – sonden bringen es auch zu nichts – weil sie es einfach nicht wirklich checken – weil die Erkenntnis im Nachplappern verloren geht. Von nix kommt nix – und wenn kein Mindestmaß an Intelligenz – an kaufmännischem Verständnis – an unternehmerischen Denken – vorhanden ist – woher soll es dann kommen?

Das alles sind Dinge, die man entweder hat – oder bereits in frühester Jugend erlernt – oder von denen man Zeit seines/ihres Lebens nur träumen kann.

Ich kann nicht zaubern – ich kann diese Fähigkeiten niemanden anhexen – entweder man/frau hat sie – oder eben nicht.

Und jemanden, der sie einfach nicht mal annähernd hat, irgend etwas davon beibringen zu wollen – dafür bin ich einfach schon zu alt – und zu müde – ich hatte mich jahrzehntelang bemüht, auch jenen, die keinen Job hatten, zu helfen, einen zu finden – ab und zu gelang es auch – weil die einfach auch entsprechende Voraussetzungen hatten – aber die meisten Menschen, die in Umschulungsmaßnahmen sitzen, sind einfach „echte freiwillige Arbeitslose“ – die einfach nicht nur nicht können – sondern auch meistens auch gar nicht wollen.

Und die eben auch nie wirklich erfolg-&-reich werden können – weil sie einerseits im dramatischen OpferDaSein fest stecken – und andererseits eben auch voll im Mangel stecken – manchmal dann auch noch in der penetranten Anmassung. Aber, was solls – ich habs mal wieder nieder geschrieben – und jetzt isses auch wieder gut 😉 Also für mich.

Beitragsbild von Gerd Altmann auf Pixabay


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