Fasching – endlich – ist er wieder vorbei ;-)

Wobei es mir heuer eh nicht so aufgefallen war – bissale auf Facebook – aber hat mich nicht wirklich irgendwie direkt betroffen, weil ich ja eh nur einmal in der Woche einkaufen fahre – und da mein LieblingsSpar wegen Umbau geschlossen hat, hatte ich mich eh vorher gscheit eingedeckt, damit ich halbwegs über die Runden komme.

Naja, Montag war ich nochmal unten wegen frischem Brot und n paar Kleinigkeiten – aber da isses ja bei uns nicht so tragisch wie in Deutschland – also bezüglich Fasching – und all den ach so lustigen Narrendatteln.

Was stört mich am Fasching?

Die vielen Menschen, die ganzes Jahr absolut negativ und destruktiv unterwegs sind und glauben, sich jetzt zu Fasching mal so richtig austoben zu können – und zu dürfen – für ein paar Tage mal so richtig gut drauf sind – und meistens ist das auch immer mit übermössig Alkohol verbunden.

Also mich stört nicht, dass sie mal n paar Tage gut drauf sind – aber warum nur zu Fasching? Und warum nur da das ausleben, was man gerne möchte? Oder auch – möchte man das wirklich? Oder ist es wieder dieser Gruppenzwang? Noch dazu einer, von dem sie nicht mal checken, dass es einer ist.

Ich bin ja bekennend ver.rückt und ab.normal – immer – nicht nur zu Fasching – oder zu Ostern – oder Weihnachten – oder am Valentinstag. Wenn ich wem was schenken möchte, dann tu ichs – wann immer mir danach ist – wenn ich wem sagen will, dass ich ihn liebe – dann tu ichs einfach – wann immer mir danach ist.

Nein, ich bin auch nicht immer gut drauf – speziell in Zeiten wie diesen – manchmal sehne ich mich schon auch nach Umarmungen meiner Liebsten – aber ich weiß, dass ichs irgendwann wieder geniessen werde können – und je länger die aktuelle Situation dauert, deste mehr arrangiere ich mich mit mir – und finde noch mehr zu mir selbst.

Im klassischen Human Design System gibt es ja die Aussage, dass es 7 Jahre dauert, um sich zu dekonditionieren – naja, ich beschäftige mich seit 2007 damit – und seit 2008 lebe ich eigentlich allein – seit 2017 wirklich – vorher hatte ich ab und zu Besuch – auch über Nacht – aber Ende 2016 hatte ich beschlossen, dass ich mirs nicht mehr antu.

Dazu kommen dann im privaten Blog noch ein paar Beiträge.

Ende 2018 ging ich in Pension, seither werd ich auch nicht mehr von ArbeitskollegInnen beeinflusst – seit März 2020 jetzt die Pandemie – seit dem ich auch nur mehr max. 1x pro Woche einkaufen fahr – mein Kontakt mit realen anderen Menschen wird also immer weniger – und daher bin ich auch davon überzeugt, dass ich mich selbst mittlerweile echt gut kenne – bzw eben unterscheiden kann, was „meins“ ist – und was nicht.

Bei mir ist es ganz einfach – so, wie ich bin, wenn ich allein zu Hause bin = das bin ich – alles, was „anders“ ist, wenn ich draussen bin = Beeinflussung durch andere Menschen. Ja, ich hab mirs hardcore gegeben – und es ist auch nicht wirklich immer leicht, sich selbst genug zu sein – aber ich fand und finde diesen meinen Prozess voll spannend – vor allem auch, weil ich immer noch auf weitere Sachen drauf komme, die nicht zu mir gehören.

Ab und zu brauch ichs dann – früher ging ich eben zum LieblingsItaliener und genoss das Abiente und das gute Essen – und darauf freu ich mich auch schon, dass hoffentlich bald wieder tun zu können – aber es ist jetzt schon das 4. Monat, wo ich wieder mal nicht mal das habe.

Auch meine Liebsten habe ich heuer noch nicht real gesehen – wir telefonieren – wir schreiben uns in den sozialen Medien – die letzte Umarmung war aber auch im Vorjahr – und zwar einige Zeit vor dem letzten LockDown. Es ist nicht so, dass ich nicht „ohne“ leben könnte – das weiß ich in der Zwischenzeit – aber ich freu mich trotzdem, wenns wieder möglich sein wird.

Aber eigentlich gings mir um Fasching – ich mag das Verkleiden nicht – ich glaub, ich mochte es nch nie so richtig – als Kind war ich auf den Kindermaskenbällen – davon gibt es Fotos – aber ob ich mich dabei wirklich wohl gefühlt hatte?

Ich erinnere mich noch gut an die Faschingsumzüge im Ort einer ehemaligen Freundin – sie lud mich jedes Jahr ein, mir ihr hin zu gehen, um den Umzug zu zu schauen – und ich hab mich einige Jahre dazu überreden lassen – weil es auch immer mit einer kulinarischen Verwähnorgie ihrr Mutter zu tun hatte 😉

Dann machte sie mal eine Faschingsfeier bei ihr zu Hause – mit Verkleidung – und ich tat mich voll schwer, irgendwas zu finden – letztendlich hab ich mir ne Stola und ne Maske zugelegt – und ansonsten eben bissale mehr geschminkt – und das Top angezogen, bei dem man meine Tattoos sieht.

Apropos Tattoos – das ist für mich keine Verkleidung, sondern die haben alle ihre spezielle Bedeutung – die gehören zu mir – immer.

Und dann war da mein 60er – also die Feier – und ich hab zu einem Ritteressen in das Schloss Gloggnitz eingeladen – mit entsprechender Gewandung – naja, besagte Freundin kam ganz normal, obwohl sie bei sich zu Hause viel Spaß daran hatte, sich als Plizistin auf zu führen.

Aber ich glaub, dass ist genau das, was mich am Fasching stört – dieses auf Knopfdruck lustig sein wollen – oder müssen – ich verkleide mich jetzt, dann erkennst du mich nicht – wie ein kleines Kind, das endlich mal Prinzessin spielen darf – oder eben die gestrenge Polizistin mit den Handschellen.

Ich bin auch immer wieder gerne in andere Rollen geschlüpft – bei Familienaufstellungen – aber das war nicht witzig undich konnte damit anderen Menschen helfen. Und ich hab mir ein mitelalterliches Gewand zugelegt für meinen 60er – weil das ist etwas, was zu mir passt – was so ganz „meins“ ist – ich werd mir auch so nen kitschigen alten Salon zulegen, wie ihn die feinen ladies früher hatten.

So etwas gefällt mir – und ich werd da sicher auch ab und zu mal wieder mein Gewand anziehen, wenn ich Gäste empfange – aber da gehts nicht um – Jux und Tollerei – und darum, mich mal ordentlich voll laufen zu lassen – sondern um ein bestimmtes Lebensgefühl.

Ja, ich gestehe denen, die ihr Lebensgefühl von Fasching brauchen – dieses gerne zu – solange sie mich damit nicht behelligen 😉


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