Mein Thema mit den Coaches – nächste Runde

Aufgrund meines letzten BlogBeitrages hier kamen dann noch einige Dinge hoch – nachdem der Beitrag schon on war – also hier nochmal der Link zum vorigen Beitrag:

Es gibt „Coaches“ mit denen kann ich einfach nicht

Einerseits kam dann ein Kommentar auf Facebook, dass das jetzt nicht nur Coaches sein müssen – ja, stimmt – können auch KeynoteSpeakerInnen – oder auch – Online Marketing ExpertInnen – oder, wie Sebastian meinte – Klugscheißer 😉 – sein.

Was mir dabei auch einfiel waren TeilnehmerInnen an den AMS-Maßnahmen, in denen ich unterrichtet hatte – und deren teilweise verqueren Ansichten und Einstellungen – wobei – speziell auch bei dem Jugendlichen. Da war ich ja immer davon ausgegangen, dass die zu Hause eben nichts anderes gesehen haben – und auch nichts anders haben wollen, weil es so einfach am Bequemsten ist.

Wobei ich auch zugeben muss, dass irgendwelche kuriosen Ansagen und Aussagen oftmals von Jugendlichen mit Migrationshintergrund kamen – also gab schon auch österreichischstämmige Jugendliche, bei denen ich mir dachte – wenn das mein Kind wäre, würde ich schon auch überlegen, ob mir da mal meine Hand ausrutschen könnte oder sollte.

Ganz schlimm war es mit einiger derer mit albanischen Wurzeln – wobei ich auch dazu sagen muss – wir bekamen ja auch nur die Härtefälle, an denen sich andere schon die Zähne ausgebissen hatten – von daher ist es auch klar, dass bei uns eben viele derer landeten, die jetzt nicht ganz ins soziale Gefüge pass(t)en.

Also so Meldungen wie – „wenn du mich ärgerst, komme ich mit meine Brüder“ – oder auch – „wozu sollte ich mir eine Arbeit suchen, ich lebe in Österreich, das ist ein Sozialstaat, der hat sich gefälligst um mich zu kümmern, dass es mir gut geht“ standen auf der Tagesordnung – wohlgemerkt, von Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren.

Ja – es waren auch Jugendliche dabei, die psychische oder physische Einschränkungen hatten – und noch immer haben – wo aber vorher niemand den Gedanken laut ausgesprochen hatte.

Nicht umsonst bekamen die, wo wir dann eine Einstufung beim SMS beantragten durchwegs mindestens 50 % – also zumindest die, wo ich das forcierte – liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass ich zuvor ein Jahr in einer Institution gearbeitet hatte, wo genau das unsere tägliche Arbeit war.

Ganz andere Szene – ich war auch oft als Repräsentatin bei Aufstellungswochenenden – und da gab es einen Aufstellungsleiter, der einmal ganz konkret meinte – „Darf ich dich bitten, bei dir weiß ich, du hältst das aus“ – oder auch die eine Bekannte, die damals in Zeiten einer meiner besten Freundinnen auch meinte – „Dir passieren immer so schlimme Dinge – aber du bist die Einzige, die das auch wirklich aushält – und wir können von dir und durch dich mit lernen.“

Ich möchte dich nachstehend teilhaben lassen an meinem ganz persönlichen Prozess – wie ich derartige Thematiken in Angriff nehme – vielleicht ist ja der eine oder andere Tipp auch für dich dabei. Die letztendlich große Frage lautet:

Ok – ich geb mirs also immer HardCore – aber warum?

Nein, ich machs mir jetzt nicht leicht und „drehe“ den Glaubenssatz einfach – und erlaube mir, dass es ab jetzt super easy sein darf – weil dazu müsste ich den Glaubenssatz erst mal kennen. Weil ich hinterfrage auch bei anderen Menschen, warum sie was machen – und genauso halte ich es mit mir selbst auch 😉

Und nochmals nein – ich gönne mir jetzt auch kein Coaching im fünfstelligen Bereich, damit mir jemand, der weit weniger Erfahrung mit manchen Thematiken hat als ich – mir irgend ein Geschwurbel vor plappert.

Huch – ich hab ja doch etwas gelernt bei meinem LetztEx – er hatte damals gemeint, dass er nicht wüßte, wer ihm helfen könne – als ich nicht bereit war, ihm zu coachen, nachdem wir beschlossen hatten, uns scheiden zu lassen. Ein ähnliches Thema gabs auch beim 2.Ex, der mir vorhielt, dass ich allen anderen helfe, aber ihm nicht.

Irgendwie hatten beide nicht verstanden, dass ich – die ich Grund und Anlass ihres Problems war – nicht auch die Lösung sein konnte – oder wollte. Wobei ich sowieso auf dem Standpunkt stehe, dass Coaching unter PartnerInnen und/oder Familienmitgliedern meist nicht unbedingt zweckdienlich ist.

Ja – ich hatte mir damals auch Hilfe geholt – von jemanden, der auch einer der Wenigen ist, den ich heute noch um Hilfe bitten würde, wenn ich welche bräuchte. Er hat mir damals sehr weiter geholfen – und auch danach mein großes Thema bei einer Familienaufstellungen ins Blickfeld gerückt.

Zurück zum LetztEx – durch sein damaliges Vorbild gestehe ich mir auch zu, in Bezug auf Coaching sehr genau zu entscheiden, mit wem ich arbeiten möchte – also, wen ich mir als Coach an meine Seite holen würde. Wobei ich weiterhin davon überzeugt bin, dass ich den Großteil der aktuellen Themen auch gut allein auf die Reihe bekomme – was ja dem MainStream auch widerspricht 😉

In diesem Zusammenhang fällt mir jetzt auch eine Aussage eines der aktuellen „Coaches“ ein, welche hier dazu passen könnte:

Fühle ich mich „besser“ als andere?

Jein – zumindest bei einigen – naja, sagen wir mal so – Einigen gestehe ich zu, dass sie wissen, wovon sie sprechen – aber die wollen mir jetzt auch kein GruppenCoaching im fünfstelligen Bereich verkaufen – wobei das dann eh eher LernEinheiten sind, denn ein Coaching.

Es gibt einige wenige Menschen, die ich um Rat frage – oder um Hilfe bitte – aber der Großteil derer, die sich sofort auf mich stürtzen und mich coachen wollen – denen kann ich einfach nix abgewinnen. Ich habe das mehrmals in irgendwelchen Gruppen erlebt – wo es im weitesten Sinne um MindSet ging – oder eben auch Human Design.

Wenn ich da etwas geschrieben hatte, was man mit ganz viel Phantasie als Frage hätte verstehen können – stürtzten sich gleich mehrere Newbies auf mich und wollten mich mit ihren Weisheiten und Affirmationen heilen – oder erschlagen. Sorry @Leute – sowas geht gar nicht – und so etwas ist auch kein Coaching.

Genauso wenig ist es ein Coaching, wenn ich hunderten oder tausenden Menschen in einer Facebook Gruppe etwas erkläre – ohne deren Frage zu beantworten – ohne ihnen zu zu hören – und auf ihre individuelle Situation ein zu gehen.

Ja – stimmt – für mich bedeutet Coaching 1:1 – früher real – heute online – wobei ich auch gar keine Ambitionen mehr habe, selbst nochmals als Coach tätig zu werden – mit diesem Begriff wird eindeutig zu viel Schindluder getrieben.

Wie ist das jetzt mit – mich besser fühlen?

Nicht wirklich – also ich weiß, was ich kann – und ich würde und werde sicher niemanden um Rat fragen, der nicht mindestens ähnlich ausgiebige Erfahrungen auf einem Gebiet hat wie ich. Und ich werde mir sicher auch bei Niemanden ein fünfstelliges Coaching gönnen, den ich nicht mal ansatzweise kenne.

Aber ich weiß – ich bin mal wieder „komisch“ 😉 Wobei ich mittlerweile froh bin, dass ich so bin, wie ich bin.

Bin ich neidisch auf jene, die von gleich auf jetzt mit ihrem „Coaching“ Erfolge einfahren?

Nein – weil, sobald deren TeilnehmerInnen an irgendwelchen WorkShops drauf kommen, dass die sogenannten Coaches selbst keine Ahnung vom Leben haben – und auch keine wirklich vorzeigbaren Erfolge einfahren konnten – und auch nicht können – dann versinken die eh wieder in der Versenkung.

Bei mir ist es eher ein „Fremdschämen“, wenn ich auf Menschen treffe, die nachweislich weit weniger können als ich – und sich aufplustern als was weiß ich was. Also nicht bei allen – manchmal ist es mir auch schnurzpiepegal – aber bei manchen „passiert“ es doch hin und wieder.

Schauen wir mal, wann und wie sich auch das noch in Wohlgefallen auflöst 😉


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s