Teilzeit Selbstständigkeit – I did it = MayWay

Ich schrieb es schon in meinem ersten Buch – damals – anno dazumal 2006:

ZuFälle sind die Dinge, die dir zu.fallen, wenn die Zeit reif ist.

Und letztens sprang mich da dieser eine Beitrag an einem der MarketingTage auf Facebook an – über eine BlogParade zum Thema

Teilzeit-Selbständigkeit: Trend der Zukunft?

und mir war klar – da muss ich einfach mit machen. Und es wird voraussichtlich 2 Beiträge von mir geben – einen Beitrag demnächst hier – und noch einen zweiten auf dem Business4u.blog 😉

Aber vorweg möchte ich noch etwas mehr über meinen Werdegang erzählen – für Alle, die es lesen wollen – noch detailliertere Infos findest du ==> HIER

Hier und heute geht’s mal um mich – um meinen bisherigen Weg – einerseits einige Zeit als voll Selbstständig – dann nebenbei freiberuflich tätig – und jetzt quasi wieder Teilzeit Sebstständig – allerdings nicht nebenberuflich – sondern neben meiner mittlerweile wohlverdienten Pension 😉

Und ja – es geht mir um noch mehr – nämlich darum, auch dir auf zu zeigen, dass der erste Schritt in jegliche Art von Selbstständigkeit – (d)eine konkrete EntScheidung ist, etwas Bestimmtes zu tun – und/oder – zu erreichen.

Ich treffe immer wieder auf Menschen, die sich selbstständig machen, ohne überhaupt zu wissen, was und wohin sie wollen – und sich dann wundern, warum sie genau dort ankommen – im abonluten (N)irgendwo. Ich sag immer

Wenn du nicht weißt, wo du hin willst, wie willst du dann irgendwo ankommen?

Gleich vorweg – mein aktueller Vorteil – ich müsste nicht(s) mehr tun – aber ich kann mir auch nicht vorstellen, nichts mehr zu tun – dazu habe ich zu viele Ideen – und auch noch zu viel Power – die muss erst noch abgearbeitet werden – doch beginnen wir am Beginn.

Nach Abschluss meiner Pflichtschulzeit stellte sich die Frage – „Wie geht es jetzt weiter?“

Meine Eltern plädierten auf den Besuch einer weiterführenden berufsbildende Schule – nachdem ich weder Kochen noch Handarbeiten wollte – und sie die HTL ausschlossen – „geht gar nicht, ein Mädchen und Technik“ – damals, in den frühen 70ern – blieb dann nur mehr die Handelsakademie – und ich fügte mich meinem Schicksal – weil bezüglich Lehre hätte ich auch nicht gewusst, was ich machen hätte wollen und sollen.

Da ich im letzten Schuljahr schwanger wurde, heiratete ich unmittelbar nach bestandener Matura – und war die erste Zeit bei meinem Kind zu Hause und kümmerte mich um Ehemann und Haushalt – was mich, wenn ich ehrlich sein soll, nicht wirklich auslastete und befriedigte – mir war klar, das kann es noch nicht gewesen sein – mit knappen 20 Jahren.

Nach der Scheidung fand ich innerhalb eines halben Jahres einen Job, der mir sehr gut gefiel – aber nach einem Jahr aufgrund von Konkurs der Firma zu Ende war. Danach der nächste Job – da wechselte ich nach einem halben Jahr in eine andere Abteilung – und nach weiteren zwei Jahren dann vom Verkauf in die EDV.

Irgendwas „stimmte“ mit mir nicht – heute weiß ich, das nennt man Scanner Persönlichkeit – damals fühlte ich mich nur irgendwie „komisch“ – alle sagten mir, ich sollte doch bitte endlich bei einer Sache bleiben. Naja, nach 4 Jahren in der Firma suchte ich mir ein neues Aufgabengebiet – welches nach weiteren 4 Monaten im Ausgleich endete.

Kurzfassung – ich hielt es in keiner Firma länger als 4 Jahre aus – in der ganzen Zeit meiner ersten unselbständigen Periode – von 1980 bis 1993 – die kürzeste Zeit waren eben 4 Monate.

Ich wollte nie selbstständig werden – war eigentlich nie auf solch eine Idee gekommen – bis ich dann meinen unselbständigen Job verlor – wegen Umstrukturierung, weil die EDV endich in männliche Hände gelegt wurde – und mir die Lady am AMS sagte, dass ich mit 35 Jahren zu alt und zu überqualifiziert sei – damals, 1993 – und da mein damaliger Mann zu viel verdiente, bekam ich sowieso auch keine Notstandsunterstützung.

Aber NichtsTun war und ist nicht „meins“.

Da ich zu der Zeit auch eine TrainerSchulung absolviert hatte, beschloss ich, mich als Trainerin im OfficeBereich zu beweisen – also Software – Microsoft & Lotus & Corel.

Und wie es der Zufall so wollte …..

….. kam ich ins Gespräch mit unserem ortsansässigen Hardwarehändler, der überlegte, ob er nicht auch Schulungen anbieten sollte, aber selbst zu wenig mit MS Office arbeitete, um sich das auch zu zu trauen, es selbst zu unterrichten – also machten wir einen Deal – er stellte die PCs – einer seiner Freunde stellte uns den Raum zur Verfügung – und ich machte den Rest und bekam einen aliquoten Anteil.

….. fragte mich die Veranstalterin vorgenannter Trainerschulung, ob ich ihr fallweise aushelfen könnte – einerseits bei Trainings – andererseits bei der Erstellung ihrer Seminarunterlagen und dem Seminaprogramm – mit Adobe Photoshop und Corel Draw.

….. gab es noch einige andere Organisationen und Firmen, die mich für Schulungen buchten.

Das war ganz in meinem Sinne – unterschiedlichste Aufgaben – bei verschiedenen Auftraggebern – aus unterschiedlichen Berufszweigen – mich immer wieder auf neue Situationen und Herausforderungen einstellen – ich lebte voll auf.

Dann gab es das Gespräch mit dem Hardwarehändler, der den Preis drücken wollte – aber nicht damit rechnete, dass ich mittlerweile so fit war, es mir zu zu trauen, mir einen eigenen Seminarraum ein zu richten – und nach einigen kleinen Hindernissen auch einen fand – eigentlich war es zu dem Zeitpunkt noch der ehemalige Schweinestall eines Gutshofes.

Da dieser erst adaptiert und renoviert und saniert wurde, zog ich zu Beginn mit meinen PCs quasi „von Firma zu Firma“ – baute dort auf – unterrichtete die MitarbeiterInnen – und zog dann wieder weiter zum nächsten Auftrag. In der Zwischenzeit arbeitete mein Vermieter fleissig an „meinem“ Schulungsraum.

1996 zog ich endlich ein – und per Ende 1999 kündigte ich wieder den Mietvertrag – die Zeiten waren schlechter geworden – es gab keine Förderungen mehr – und die Firmen schickten weniger MitarbeiterInnen, um sie zu schulen und/oder um zu schulen.

Mittlerweile hatte ich auch eine Reiki Ausbildung gemacht und bot auch entsprechende Seminar an – aber der Hauptgrund könnte auch – rückblickend betrachtet – meine max. 4 Jahre gewesen sein 😉

Ich wechselte, zwar weiterhin selbständig, aber doch als Trainerin zu großen Schulungsunternehmen – zuerst bfi Wien und bfi Burgenland – dann Wifi NÖ – und falls sich zwischendurch noch was anderes ergab.

Letztendlich blieb ich fast fix beim Wifi NÖ und übernahm dann 2007 auch eine komplette Ausbildung – also Umschulung im Auftrag des AMS – und ab 2008 wurden die Bedingungen geändert – es durften nur mehr angestellte TrainerInnen in AMS Maßnahmen beschäftigt werden – und das Wifi machte diesen Bereich fast dicht – ab und zu fiel allerdings trotzdem noch der eine oder andere Tag für mich ab.

Nachdem ich in dem Jahr auch meine 3. – und letzte – Scheidung hatte – und das Haus und den Kredit und mich übernahm – suchte ich mir wieder einen unselbständigen Job – nach dessen Ende ich dann allerdings auch die Gewerbescheine zurück geben musste, um Arbeitslosenunterstützung zu bekommen.

Das war die Zeit meines BurnOuts – irgendwie wurde mir alles zu viel – ich wollte mal zur Ruhe kommen – als mich dann das AMS zur ersten Umschulung schickte, bat ich meine Beraterin, mich nie wieder zu fragen, was ich davon halten würde – nachdem ich genau das 15 Jahre lang – für genau das AMS – unterrichtet hatte.

Bei der 2. Umschulung, auf die ich fahren „durfte“, hatte ich viel Spaß mit den TrainerInnen – und wir hatten einen echt tollen Austausch unter KollegInnen – allerdings dauerte mir der Kurs echt zu lang – und ich beschloss, wieder die Seiten zu wechseln – kurz darauf begann ich mit knapp über 50 noch einmal neu – immer wieder mal befristet unselbständig beschäftigt – und nebenbei freiberuflich als Trainerin für unterschiedliche Thematiken und Firmen tätig.

Ende 2013 endete wieder mal so eine Maßnahme – und ich überlegte, ich möchte entweder noch einmal einen „gescheiten“ Job – aber einen, wo ich All das einbringen konnte, was ich gelernt und/oder mir angeignet hatte im Laufe meins bisherigen Lebens – oder ich bereite mich seelisch auf die Pension vor.

Und wie es der Zufall so wollte …..

….. legte mir meine AMs-Betreuerin einen Job vor, der mich nciht wirklich vom Hocker riß – und ich kommunizierte das auch, dass ich nicht glabue, dass ich das schaffen würde – 30 Stunden mit Jugendlichen aus schwierigen sozialen Verhäütlnissen – wußte ich noch von 2000, dass ich damit meine Probleme hatte – doch sie hatte genau an dem Tag noch 2 andere Jobs rein bekommen – und dann gings nochmal 4 Jahre so richtig rund 😉

Hauptberuflich & Vollzeit für das Wifi NÖ mit 3 Positionen:

  • 15 Stunden Standortkoordinatorin einer Jugendmaßnahme
  • 15 Stunden meine eigene Sekretärin ebendort
  • 10 Stunden sozialpädagogische Betreuerin ebendort (statt der ursprünglichen 30 Stunden nur das)

Und – weil das noch nicht reichte

  • nebenberuflich selbstständig Support und letztendlich Assistentin des Vorstands einer OnlineWerbePlattform

An die 2,5 Jahre Doppelbelastung – rund um die Uhr – nie mehr als 5 Stunden Schlaf – ich wollte mir mit dem nebenberuflichen etwas für die Zukunft = Pension aufbauen, wo bis dahin passives Einkommen fließen hätte können und sollen. Ende Jänner 2017 meldete die Firma, für die ich Support machte Insolvenz an – und ich stand irgendwie mal wieder am Anfang vom Ende.

Ich gestehe, ich würde so eine Kombination „normalen“ Menschen nicht empfehlen – es war letztendlich schon HardCore – wobei ich nicht den Eidnruck hatte, das meine unselbständige Arbeit darunter litt – eher mein persönliches Wohlbefinden und meine Gesundheit.

Aber wir hatten letztendlich einen Deal – mein Körper und ich – wenn er bis zur Pension durch hält, darf er dann einen ausgiebigen Winterschlaf halten 😉 Und als ich diesen zu früh abbrechen wollte, schoss er dann noch ne heftige Grippe nach, damit ich ja noch „faul“ liegen bleibe.,

Mitte 2019 beantragte ich dann wieder 2 neue Gewerbescheine und per 1.1.2020 lies ich meinen ursprünglichen wieder aufleben – aber der Start war doch irgendwie zäh – weil ich hatte etwas EntScheidendes vergessen – die konkrete EntScheidung zu treffen – das ich jetzt wieder los starten will und werde – aber seit ich das nachgeholt habe, flutscht es wieder viel besser.

Mehr über die neuesten Projekte hatte ich ja schon im letzten Beitrag beschrieben:

Sommerheiße Änderungen in Bezug auf Human Design

War es im letzten unselbständigen Job schon so, dass ich viele der Dinge mit einbauen konnte, die mir wichtig sind, so kann ich jetzt endlich wirklich Alles vereinen – Alles, was ich jemals gelernt habe – was ich mir selbst angeeignet habe – und ich kann auch meine permanente Neugier befriedigen, indem ich immer wieder Neues dazu lerne.

BeitragsBild von Maryam62 auf Pixabay


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s