Männliche und weibliche Sichtweisen

Weils mir grad wieder mal aufgefallen war – und es auch dazu passt, was fallweise in Gruppen abgeht – und mich dazu veranlasst hat, mir da mal ne Auszeit zu gönnen 😉

Im privaten Blog kommt morgen dann auch noch ein Beitrag dazu – und ja, ich schreib die Beiträge immer irgendwann – und plane sie dann eben so, dass jeden 4. Tag im gleichen Blog einer veröffentlicht wird – daher heute hier – und morgen erst dort.

An dieser Stelle auch nochmal zur Erinnerung:

Es geht um Bedienungsanleitungen 😉

Naja, im weitesten Sinn – da gibts ja quasi 2 Lager

  • die, die Bedienungsanleitungen von vorn bis hinten – und wieder zurück – studieren und ewig brauchen, bis sie los legen
  • die, die keine Bedienungsanleitungen lesen und irgendwie irgenwas tun, oftmals ohne zu wissen, wie es gfunktionieen könnte

Genauso ist es im richtigen Leben – viele Menschen tun einfach – was auch immer – wie auch immer – warum auch immer – und andere kommen nicht ins Tun, weil sie alles zigfach hinterfragen und immer wieder von vorne beginnen.

Das ist mein Thema – mit dem ich nicht klar kam – weil ich bisher unterstellt hatte, dass sich Menschen was bei den Dingen denken, die sie tun. Und das war eine meiner neuesten Lernerfahrungen der letzten Tage – ich darf mich einfach nicht mehr damit belasten, warum Menschen eben so komplett anders ticken als ich.

Wie komme ich da jetzt drauf?

Weil es damit zusammen hängt, also mit den männlichen und weiblichen Denkweisen 😉

Ich war auf einigen Seminaren zu dieser Thematik – also nicht nur zu dieser – aber eines war echt lehrreich – für mich – und für mein Verständnis der Materie – es gibt eben Unterschiede – nein, nicht speziell in Bezug auf Männer und Frauen – sondern auf mänliche und weibliche Denkweisen – weil nicht zwangsläufig Männer männliche Denkweisen haben und Frauen weibliche. – und ja – ich selbst bin so ein a-typischer Fall.

Es geht auch nicht darum, dass Männer eher logisch denken und Frauen eher abstrakt – auch das ist nur ein Gerücht 😉

Und wenn wir an Human Design denken, kommt noch dazu, dass wir bestimmte Veranlagungen haben – oder auch nicht – ich bin „oben ohne“ – ich bin im Denken und Verstehen offen – ich kann sowohl logisch, als auch abstrakt denken.

Dann gibt es eben jene, die in einer der möglichen Formen definiert sind – wobei wir hier auch einfach davon ausgehen können, dass zwarauch hier die Regel gilt:

  • links = logisch
  • rechts = abstrakt

aber das Chart so gesehen werden muss, dass wir dahinter stehen – dann passt es wieder 😉

Mir geht es hier jetzt auch nicht unbedingt um die Details – sondern einfach nur um die groben Fakten und die generellen Unterscheidungen:

  • männliche Denkweisen sind zwar eben die eher logischen – was aber nicht bedeutet, dass sie von anderen Menschen nachvollzogen werden können.
  • weibliche Denkweisen sind eher die abstrakten und kreativen, die jetzt nicht zwangsläufig unlogisch sein müssen.

Das ist eben nur eine der möglichen Ebenen – weil – wie vorher beschrieben – Menschen, die vom Denken und Vestehen gemäß der Human Design Matrix nicht definiert = nicht auf eine bestimmte Art festgelegt sind – und das ist die Hälfte der Menschheit – auch nicht eindeutig diesen Defintionen zugewisen werden können.

Zurück zu dem einen Seminar, welches mich so nachhaltig fasziniert hatte – dabei gab es eine Übung – wir mussten 3 Paare bilden

  • 2 Frauen
  • 2 Männer
  • eins mit Mann und Frau

Wir wurden raus geschickt und der Rest der TeilnehmerInnen wurden gebrieft, worum es geht – und wir Testpersonen wußten nicht, worum es gehen wird – da ich aber bekennend neugierig bin, meldete ich mich dann freiwillig, um gleich als erstes Paaar (=2 Frauen) die Übung zu absolvieren – weil ich wollte wissen, wie es die anderen machen.

Als wir den Raum betraten lagen auf dem Tisch Bauklötze – so Kinderspielzeug – und wir mussten entscheiden, wer von uns sich die Augen verbinden läßt – und wer die Anweisungen geben wird – meine Übungspartnerin entschied sich fürs Augen verbinden lassen.

Nachdem dies geschehen war, bekam ich einen Zettel und die Trainer sagten, dass sie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr auf Fragen antworten würden. Auf dem Zettel stand – „Bauen sie einen stabilen Turm“ – oder so ähnlich – weiß den genauen Wortlaut nicht mehr – war schon im vorigen Jahrtausend 😉

Ich hab meiner Partnerin den Zettel vorgelesen und sie gefragt, wie es ihr lieber sei, dass wir das umsetzen – ob ich ihr die Blöcke reichen solle – oder ob sie selbst suchen und fühlen möchte – sie begann zu bauen – wenn es wackelte, sagte ich ihr, dass sie stoppen solle – und wenn sie was bestimmtes brauchte – z.B. eine Brücke – dann sagte sie es.

Letztendlich muss ich sagen, wir hatten einen – auch optisch – schönen Turm geschafft – achja – es gab auch ne Zeitvorgabe – und dann wurde der Bau auch gestoppt – aber wir waren beide mit unserem Werk zufrieden.

Das nächste Paar, welches in den Raum kan waren die beiden Männer – gleiche Übungsanweisung der Trainer – und der mit der Anweisung begann, seinem Gegenüber zu sagen, wo er hingreifen solle – und was er dann mit dem Bauklotz tun sollte.

Bei den beiden war es witzig, weil der mit den Anweisungen auch mit technischen Begrifflichkeiten um sich schmiss. Sie schafften ein nettes Häuflein Steine – aber der mit den verbundenen Augen wußte bis zum Schluss nicht, was er eigentlich tat.

Das dritte Paar war das gemischte – aber auch hier gab der Mann die Anweisungen – und die Frau führte sie mit verbundenen Augen aus – mit dem gleichen Resultat wie das 2. Paar = ein Haufen Steine – und sie hatte keine Ahnung, worum es eigentlich ging.

Was ich damit sagen möchte – oder auch nur wieder mal an einem Beispiel aufzeigen – ich bin „oben ohne“ – ich habe mich einerseits an das Denken und Verstehen meines Gegenübers angepasst – und für mich war klar, dass mein Gegenüber wissen sollte, worum es geht.

Es hatte auch niemand gesagt, dass wir nicht reden dürfen – die Trainer sagten nur, dass SIE auf Fragen nicht antworten würden – von daher dachte ich mir auch gar nichts dabei, dass wir uns einfach unterhalten und Alles besprachen, auch, wenn sie nicht sehen konnte – oder eben gerade deswegen.

Die Männer gaben nur Anweisungen – sie arbeiteten in dem Sinn nicht zusammen, um ein Endziel zu erreichen – sondern gaben nur vor, was ihr Gegenüber zu tun hatte – Bauklotz um Bauklotz – meine Partnerin konnte kreativ sein – trotz verbundener Augen – und sie war es auch.

Dieses Beispiel – diese Übung damals – hat ganz nachhaltig an meinem WeltBild gerüttelt – und einige Puzzleteile zurecht gerückt – ich dachte, wär grad ein guter Zeitpunkt, um es auch wieder mal in Erinnerung zu rufen – bzw. eben auch wieder mal wieter zu gben, um mit einem weit verbreitten Klischee auf zu räumen.

Achja, die Trainerin selbst hatte ziemlich ausgeprägte männliche Denkweisen – und der Trainer war eher von der Sorte mit den eher weiblichen Denkweisen – und beide bestätigten, dass diese Übungen fast immer so ablaufen.

Noch eine Übung war interessant – wir bekammen einen Text, der auf einzelne Schnipsel zerlegt worden war – und mussten ihn wieder zusammen setzen – auf Zeit – bze. eben, welche Gruppe die schnellste war – diesmal größere Gruppen mit

  • nur Männer
  • nur Frauen
  • gemischt

Hier war es witzig, dass

  • wir Frauen zwar nicht die ersten waren, aber der Text stimmte
  • bei der reinen Männergruppe fehlte ein ganzer Textschnipsel, was beim Lesen nicht auffiel – aber die Trainer wussten, dass etwas fehlte und die Männer meinten dann auch, sie wußten nicht, wo der rein gehörte und haben ihn verschwinden lassen
  • und bei der gemischten Gruppe hatte einer der Männer einen Teil verschwinden lassen, ohne die Frauen davon in Kenntnis zu setzen

Jetzt kannst du sagen, Männer sind eben praktischer veranlagt – oder auch – Frauen sind genauer und folgen Arbeitsanweisungen detaillierter – oder was auch immer – das überlasse ich hiermit gerne dir, welche Schussfolgerungen du daraus ziehen möchtest 😉

BeitragsBild von Thaliesin auf Pixabay


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