KundInnenBindung oder Abhängigkeit?

Letztens hatte ich mal wieder eine reale Diskussion – während der ich so da saß und dachte – „och menno, der Typ ist doch schon irgendwie abhängig von seinem Coach“

Naja, klar – um nichts anderes geht es ja bei den heutigen PseudoCoaches – die meist nicht mal ansatzweise eine Ahnung davon haben, was Coaching mal bedeutet hatte – also vor der aktuellen und akuten CoachSchwemme.

Die meisten dieser PseudoCoaches sind eigentlich TrainerInnen und/oder SpeakerInnen – falls überhaupt – und davon die meisten auch hier ohne Kenntnis der wirklichen Basics zum jeweiligen „Job“.

Doch schauen wir mal, was Wikipedia dazu sagt

Coach

… Dabei fungiert der Coach als neutraler, kritischer Gesprächspartner und verwendet je nach Ziel Methoden aus dem gesamten Spektrum der Personal- und Führungskräfteentwicklung.

aus Wikipedia

Naja, wenn du jetzt auf irgend eine/n der aktuellen PseudoCoaches schaust, ist da meist nicht mal ansatzweise irgen etwas davon zu finden – weder neutral noch kritisch noch GesprächspartnerIn.

Die meisten dieser – ich habs immer „selbsternannte Coaches“ genannt – wollen einfach nur irgend etwas verkaufen und bedienen sich dazu MarketingStrategien, die sie von irgendwem gelernt haben, ders von irgendwem gelernt hat.

Das hat nicht mal im Ansatz irgend etwas mit Coaching zu tun – und schon gar nicht mit dem Leitspruch, der für mich auch das Wesen von Coaching ist:

Kein Coaching ohne Autrag.

Das ist – für mich – und ich setze das als Maßstab dafür, ob ich jemanden als Coach sehen kann – oder nicht – genauso, wie ich es als DEN Leitspruch mit jeglicher EnergieArbeit sehe:

Tue, was du willst, solange du niemand anderen damit bewusst schadest.

Ja – ich manipuliere Menschen – um den vorher mit ihnen fest gelegten Erfolg erzielen zu können – aber nicht auf Kosten anderer Menschen – sondern einfach nur, um sie auf ihren Weg zu sich selbst zu begleiten.

Glaubst du nicht?

Ist gottseidank nicht mein Problem – ich weiß, was ich tue – und wie ich es tue – wer mir unterstellt, dass ich nicht authentisch und kongruent bin, möge bitte einfach mal auf sich selbst schauen – da finden sich sicher irgend welche Vorannahmen und Glaubenssätze 😉

Ja – klar – selbstverständlich habe auch ich meine Vorurteile – aber ich begegne jedem Menschen mal unvoreingenommen – wenn die/der dann aber gleich mal die bekannten Phrasen trischt, die schon 100e vor ihr/ihm gedroschen haben, landet sie/er schnell mal in der PseudoCoachBox.

Achja – und dann ist auch gleich mal der Deckel zugemacht.

Gilt übrigens auch für jene, die mit Floskeln versuchen, meine Intention in den Dreck zu ziehen – nur, weil sie grundsätzlich und generell gegen Alles sein müssen, was nicht ihrem WeltBild entspricht.

Ja, auch das ist auch bei mir so – für mich sind Coaches noch Coaches – und die dahergealufenen PseudoCoaches und MarktingLehrlinge sind eben nicht mal ansatzweise irgendwas, was etwas mit Coaching zu tun hat.

Ich bin nicht grundsätzliche gegen alle neuen selbsternannten Coaches – nur gegen jene, die einfach nicht wissen, was sie eigetnlich tun – und bewirken.

Das ist für mich genau das Kriterium, um das es geht – war es auch schon früher im esoterischen Bereich – und ich gestehe mir das Recht zu – es auch weiterhin genau so zu halten:

Wenn mir wer erklären kann, warum sie/er genau das tut, was sie/er tut – dann kann ich seine Kompetenz und Expertise auch dann respektieren, wenn ich selbst mit ihren/seinen Überzeugung nicht wirklich was anfangen kann.

Aber auch da gilt – der 100e Abklatsch irgendwelcher MarketingPhrasen ist dafür eindeutig zu wenig.

TrainerIn

Der Begriff Trainer bezeichnet im Bereich der Weiterbildung den Leiter eines Seminars.

Als Trainer wird meist nur der Leiter von abgeschlossenen Blockveranstaltungen bezeichnet. Für die Leiter von Semester- oder Trimesterseminaren und Abendkursen sind die Begriffe Lehrer, Schulungsleiter, Kursleiter, Ausbilder oder Dozent gebräuchlicher.

aus Wikipedia

Und dann gibt es da eben die „Coaches“ – die es in meiner Welt nicht mal schaffen, dass ich ihnen den Begriff TrainerIn zubillige – weil sie nichts davon tun – weder irgendwas leiten – noch unterrichten – sondern eben nur wieder das weiter brabbeln, was wer vorgeplappert hatte.

Sorry, ist einfach zu wenig, um mich zu überzeugen, dass sie wissen, wovon sie sprechen.

War auch schon zu meinen Schulzeiten so – es gab LehrerInnen – und ProfessorInnen – die meinen vollsten Respekt hatten – nicht, weil sie am lautesten rum gröhlten – sondern weil sie mir erklären konnten, warum etwas so ist, wie es ist.

Und dann gab es da die MistKübelAusLee(h)rer, die einfach nur stupide das nach beteten, was irgendwer vorgebetet hatte – ohne es selbst je in der Praxis selbst verifiziert zu haben.

Später dann wars eben im MS Office Bereich so – die eine Kollegin, die mir immer und überall antworten konnte, wenn ich nachfragte, warum etwas so ist, wie es ist – oder wusste, wo sie nachschauen konnte – die war für mich „echt“.

Der „Trainer“ im Bereich Excel, der nicht mal wusste, wie der damals neue DateiManager funktioniert und nur wirr rum stammelte, das war für mich kein Trainer – das war ne Witzfigur.

Und ja – ich habe an „KollegInnen“ weit höhere Ansprüche als an irgendwelche Menschen, mit denen ich nur mal Essen gehe – oder sonstigen Spaß haben möchte – bin einfach ich – und ich bin mittlerweile echt froh dabrüber, dass ich nicht glaube, mir jeden Schrott rein ziehen zu müssen 😉

SpeakerIn

Eine Rede (lateinisch oratio) ist eine in der Regel im Voraus überlegte, mündliche Mitteilung, die von einem Redner an mehrere Personen (Zuhörerschaft, bei öffentlichen Reden Publikum) gerichtet wird. Im Unterschied zum Rezitator trägt der Redner eigene Gedanken vor.

aus Wikipedia

Da scheitert es jetzt oft – aus meiner subjetiven Sicht auf die Thematik – meist am letzten Satz:

Im Unterschied zum Rezitator trägt der Redner eigene Gedanken vor.

Wenn wer die gleichen Phrasen drischt wie schon 100e vor ihr/ihm, dann ist dass eben keine Rede – und diese Person auch kein/e (Keynote)SpeakerIn – sondern möglicherweise nicht mal ein billiger Abklatsch einers MistKübelAusLeerers.

Was hat das Alles jetzt mit dem Titel dieses Beitrags zu tun?

KundInnenBindung oder Abhängigkeit?

Bei vielen dieser heutigen Coaches – oder TrainerInnen – oder auch SpeakerInnen geht es heutzutage nicht mehr wirklich um die Sache an sich – um etwas weiter zu geben – um andere Menschen zu unterstützen und sie auf ihren Weg zu begleiten.

Es geht schlicht und einfach nur um VerkaufsStrategien und MarketingTechniken – und eben, mit allen Mitteln die „Loyalität“ aufrecht zu erhalten.

Also zumindest ist das das Mascherl, welches ganz normalem Marketing umgebunden wird – die treuen KundInnen – hach wie toll – hört sich doch sicher besser an – zumindest aus verkaufstechnischer Sicht – als wenn wer sagen würde:

Komm zu mir – ich bereite dir meine Dienstleistungen – oder Angebote – oder Waren – so auf, dass du danach süchtig wirst – damit du von mir abhängig wirst – und ich ein Vermögen an dir verdienen kann.

Es gab damals in meiner CoachingAusbildung noch einen Grundsatz

Ein guter Coach macht seine Coachees nicht von sich abhängig.

Überleg mal, ob die heute üblichen MarketingTechniken – mit Verknappung und UpSells oder DownSells – oder auch die ganzen „NoBrainer“ – nicht genau das Gegenteil bezwecken.

Oder auch, wenn alle paar Wochen neue (Selbstlern)Produkte rausgehauen werden, die man dann unbedingt wieder braucht, um endlich zur besten Version seiner selbst zu werden.

Und es geht weiter und weiter – hier mal ein Häppchen – dort ein größeres Angebot – zwei Wochen später dann mal wieder ne neue Firma und neue Angebote – ein neues Zielpublikum – und auf einmal macht man genau das, was man vor einem halben Jahr noch lautstark betont hatte, dass man das nicht macht.

Ja – stimmt – ich höre zu – auch, wenn ich irgendwo nur einen diesen NoBrainer mitgenommen hatte, weil ich mir mal anschauen wollte, ob diese/r „Coach“ für mich als Coach in Frage kommt.

Wo genau liegt die Grenze – für dich – zwischen KundInnenBindung und Menschen von sich abhängig machen?

Für mich ist es eindeutig – wenns nur um Marketing geht ist es keine KundInnenBindung sondern der Versuch, andere Menschen von sich abhängig zu machen.

Und dann frag dich mal – ist das jetzt wirklich Coaching, was diese/r PseudoCoach anbietet? Oder hat sie/er nur seine Marketing Hausaufgaben gemacht?

Ja – klar – mir ist auch bewusst, dass dies hier Menschen lesen werden, deren erste Gedanken sein werden

  • die ist ja nur neidisch
  • die will ja nur provozieren
  • was auch immer

Hm – wenn du dazu gehörst, frage ich dich – was genau ist jetzt speziell dein Problem, dass du einfach wieder deine ganz persönlichen Vorannahmen über das stülpst, was ich schreibe?

Was wäre, wenn es einfach nur stimmen würde, was ich schreibe?

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