Herz über Kopf – oder doch nicht?

Ich hatte grad nen Werbebeitrag auf Facebook gesehen, welcher mich an das Lied erinnert hatte – die Überschrift zu dem Post lautete – „Wenn Herz und Kopf nicht eins sind, dann ist der Stress groß…“ – und ich behaupte – ganz und gar nicht – sondern ganz im Gegenteil.

Und ich schreibs bewusst hier in diesem Blog, weil ich mal wieder auch jene erreichen will, die sich noch nie mit Human Design beschäftigt haben – die noch nicht begeistert sind von der Einfachheit – und gleichzeitig imensen Komplexität dieses Analysetools.

Wenn wir uns unsere Veranlagung gemäß Human Design anschauen, dann ist der Kopf sowieso nur dazu da, damit es nicht hinein regnet – ja, ich weiß, ist pöhse – aber ab und zu muss ich auch mal so sein – wobei – ich sag ja immer – die beiden KopfZentren sollten dazu genutzt werden, den Quatschi sinnvoll zu beschäftigen.

Wichtige EntScheidungen trifft der Bauch – oder die beiden Bauchstimmen des GeneratorZentrum und/oder des MilzZentrums – nur in Ausnahmefällen das Herz – nämlich dann, wenn alles darunter nicht definiert ist.

Warum?

Weil wir bei offenen Zentren von unserem jeweiligen Umfeld beeinflusst werden – wenn wir also aus diesen Thematiken EntScheidungen treffen, sind es nicht unsere – sondern die, die unser jeweiliges Umfeld treffen würde.

Wenn wir eigene EntScheidungen treffen wollen, sollten wir das immer aus den Thematiken der Zentren heraus, die definiert sind – und dabei gibt es auch eine Reihenfolge, die ich ganz nützlich empfinde, wenn man sie kennt, auch, wenn man nicht wirklich was mit Human Design am Hut hat.

Hierbei geht es um die inneren Autoritäten, wie sie im klassischen Human Design System genannt werden – auch, wenn wir bei 64keys nicht zwangsläufig damit arbeiten – ist es trotzdem manchmal ganz gut, wenn wir uns diese Theorie bewusst machen.

1. EmotionalZentrum (rechtes Dreieck)

Wenn jemand das SolarPlexusZentrum = EmotionalZentrum definiert hat, ist das die innere Autorität dieses Menschen – was bedeutet, er sollte wichtige EntScheidungen immer überschlafen, damit der emotionale Zyklus von 24 Stunden durchlaufen wird.

Wenn wir davon ausgehen, dass Menschen mit definiertem EmotionalZentrum eine vom Zyklus her gleichbleibende Welle durchlaufen – Zeit ihres ganzen Lebens – mit stärkeren und weniger starken Ausschlägen, dann macht es Sinn, nicht auf einem Höhepunkt oder Tiefpunkt dieser Welle eine wichtige EntScheidung zu treffen – sondern ab zu warten, ob beim gegenüberliegenden Punkt die EntScheidung noch immer so ausfallen würde – daher eben immer einen Zyklus durchlaufen, um zu sehen, ob die EntScheidung passt.

Das gilt auf keinen Fall für kleinere EntScheidungen wie – „was zieh ich heute an?“ – oder – „was esse ich heute zu Mittag?“ – sondern hier geht es wirklich um große EntScheidungen – und meiner Erfahrung nach ist es auch immer wichtig, welche sonstigen Definitionen in der KörperGrafik angezeigt werden, um eine wirklich individuell passende Strategie zu erarbeiten.

2. GeneratorZentrum (2. Quadrat von unten)

Im klassischen Human Design heißt es, wenn jemand das EmotioanlZentrum offen hat, aber das SakralZentrum = GeneratorZentrum definiert hat, dann muss immer unbedingt darauf geachtet werden, ob dieser unser Generator „anspringt“.

Ich behaupte, darauf sollte Jede und Jeder achten, die/der dieses Zentrum definiert hat – wenn es jemand nicht definiert hat – wenn es also offen ist, was bei

  • KoordinatorInnen / ProjektorInnen
  • InitiatorInnen / ManifestorInnen
  • BeobachterInnen / ReflektorInnen

der Fall ist, dann sollte man sich bewusst sein, dass, wenn der Genrator anspringt, dies eher die Wahrnehmung der ReAktion des Gegenübers ist, denn die eigene – weil – wir hatten es schon mal – offene Zentren werden durch unser Umfeld beeinflusst – und wenn längerer Kontakt besteht – eventuell sogar nachhaltig konditioniert.

Manchmal kann man es alleine an der ReAktion des Gegenübers erkennen, ob deren/dessen Generator angesprungen ist – wenn nämlich keine ReAktion erfolgt, ist er auch nicht angesprungen.

Ich für mich merke es in der Form

  • Ja = wenn Schmetterlinge fliegen, so, als ob ich frisch verliebt bin – oder auch, wenn wohlige Schauer durch den Körper strömen – manche würden es vielleicht auch bezeichnen als – wenn die eigene Frequenz merklich ansteigt.
  • Nein = Blähungen oder etwas in der Art – aber eben auch, wenn gar keine ReAktion einsetzt

ACHTUNG – GANZ WICHTIG: Es geht um die erste spontante ReAktion – nach ein paar wenigen Sekunden setzt dann wieder der Quatschi im Kopf ein und beginnt, diese körperliche ReAktion zu zerdenken.

3. MilzZentrum (rechtes Dreieck)

Wenn sowohl das EmotionalZentrum, als auch das GeneratorZentrum offen sind – aber das MilzZentrum definiert ist, dann ist dies die innere Autorität. Entgegen einer körperlichen ReAktion des Anspringens des Generators ist die ReAktion hier eine ganz andere – es ist eine Art bewusste Wahrnehmung, ob etwas passt oder nicht – eben die körpereigene Intuition.

Aber auch hier können wir lernen, zu unterscheiden, ob das, was da „hoch kommt“ negativ oder posotiv ist – für uns und unsere Befindlichkeiten. Wichtig ist auch hir, auf unsere körperlichen ReAktionen zu achten – und ihnen auch den entsprechenden Stellenwert ein zu räumen.

Ja – ich weiß – steht jetzt im direkten Widerspruch zu den Predigten vieler MindSet Gurus – aber das ist eben das, warum ichs hier schreibe – weil jede und jeder für sich ent.scheiden muss

  • ob dem geglaubt wird, was irgendwer gebetsmühlenartig vorbetet

oder

  • dem vertraut, was ihr/ihm das UnBwusste durch den Körper mitteilt

4. Herz/EgoZentrum (unmotiviert rumliegendes Dreieck neben der Raute)

Hier bewegen wir uns jetzt in der Ecke vieler MindSet Gurus – weil viele von ihnen haben dieses Zentrum definiert – haben also diese ureigenste WillensStärke – und da sie ihre Veranlagung nicht kennen – und auch nicht zu wissen scheinen, dass Menschen nun mal Indivduen sind, die, wie die Bezeichnung schon aussagt, individuell ticken – predigen sie ben ihre Weisheit.

Bezüglich innerer Autorität kommt dieses Zentrum zum Zuge, wenn

  • EmotionalZentrum
  • UND
  • GeneratorZentrum
  • UND
  • MilzZentrum

offen sind – UND – dieses EgoZentrum definiert ist

In diesem Fall werden EntScheidungen allein aus dem eigenen starken Willen getroffen – ich wiederhole mich – nur, wenn die anderen 3 Zentren offen sind – was meist nur bei InitiatorInnen der Fall ist – das sind dann – gemäß klassischem Human Design System die sogenanten EgoManifestorInnen.

Dies aus dem Grund, weil es nur 2 Möglichkeiten gibt, wie das EgoZentrum definiert sein kann – ohne, dass es auch eins der vorherigen Zentren ist – und zwar sind das die beiden in grün eingezeichneten Kanäle

Kanal 21-45 = ORGANISATION
Geschickte Verwaltung und faire Verteilung materieller Ressourcen aus persönlicher Integrität.
Ich habe ihn seinerziet als HerrscherKanal kennen gelernt – diese innere Bewusstheit, dass man etwas Besseres ist als der Rest der Menschheit = MindSet der Pharaonen und sonstigen Herrscher.

Kanal 51-25 = EINMALIGKEIT
Courage & Natürlichkeit im Gehen des einmaligen, eigenen Weges.
Ich hatte ihn ursprünglich als ChaosKanal kennen gelernt, was ab und zu auch zutrifft – EntWicklung entsteht in den meisten Fällen nur durch nachhaltige SchicksalsSchläge

Die beiden anderen Möglichkeiten, durch welche dieses Zentrum definiert sein könnten, würden bedingen, dass entweder Emo oder Milz definiert sind – was dann zu einer anderen inneren Autorität führen würde.

5. G-Zentrum (Raute)

Bezüglich innerer Autorität kommt dieses Zentrum zum Zuge, wenn

  • EmotionalZentrum
  • UND
  • GeneratorZentrum
  • UND
  • MilzZentrum
  • UND
  • EgoZentrum

offen sind – UND – dieses G-Zentrum = Selbst definiert ist. Derartige Menschen sind immer KoordinatorInnen – oder wie sie klassischen Human Design System genant werden = ProjektorInnen:

Eine Definition kann nur über eine der 4 Verbindungen zwischen G-Zentrum und Kehle erfolgen – alle anderen Definitionen würden zu einer anderen inneren Autorität führen – daher können es eben auch

  • keine InitiatorInnen / ManifestorInnen sein
    weil die hätten eine Verbindung zu einem MotorZentrum
  • keine UmsetzerInnen / GeneratorInnen und auch
    keine SpezialistInnen / manifestierende GenratorInnen sein
    weil die hätten das SakralZenrum definiert und eventuell auch als Autorität
  • keine BeobachterInnen / ReflektorInnen sein
    weil die haben keine definierten Kanäle und Zentren und daher auch keine innere Autorität

Und noch eins ist ganz wichtig, es gibt 4 Zentren, die

keine innere Autorität

sein können:

  • WurzelZentrum (Erdung, Stress & materieller Druck)
  • KehlZentrum (Kommunikation, Initiation & Manifestation)
  • AjnaZentrum (Verstehen)
  • KopfZentrum (Denken & mentaler Druck)

Wenn du also nur die obersten Zentren definiert hast, dann kannst du vielleicht toll irgendwelche Konzepte nachvollziehen – bedeutet aber nicht, dass auch nur ansatzweise dazu fähig bist, diese auch selbst um zu setzen – von daher solltest du dir dafür andere Menschen suchen, die irgendwelche inneren Autoritäten habe – und denen das so erklären, dass sie dich verstehen – und dann auch genau das umsetzen, was dir vorschwebt.

Das gilt übrigens auch für viele InitiatorInnen / ManifestorInnen – ihr seid dazu geboren, um etwas zu initiieren – nicht, ums auch zu machen – ihr habt zwar fallweise tolle Ideen, aber für die Realisierung braucht ihr meist uns sakral definierten Menschen – von daher – ein Bitte schadet selten bis nie 😉

Wenn dir meine Art zu schreiben – speziell auch in Bezug auf Human Design gefällt, dann schau doch auch mal im anderen Blog vorbei – auch dort gibt es jeden 4. Tag einen entsprechenden Beitrag zur Arbeit mit der Human Design Matrix ==> humandesignmatrix.blog

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