Die Sache mit den Emotionen – aus dem Blickwinkel von Human Design

Nachdem es letztens eine Diskussion über Emotionen gab – und dass man die kontrollieren sollte – genauso wie die Gedanken – muss ich heute und hier meine Sicht auf das Thema nochmal ausführlich niederschreiben 😉

Ich gestehe, ich habe keine Lust, meine Emotionen noch länger zu kontrollieren – ich kann mich zwar an meine ersten 14 bis 15 Jahre nicht wirklich erinnern – aber eines weiß ich – dass ich in dieser Zeit (m)eine emotionale Mauer gebaut hatte – eine so richtig dicke.

Erst zur Jahrtausendwende habe ich begonnen, diese Mauern wieder ein zu reißen – vorerst vorsichtig und bedacht – und dann irgendwie immer nachhaltiger. Als ich 2007 dann auch noch Human Design kennen und lieben lernte wurde mir auch bewusst, warum ich gemauert hatte:

Ich habe ein offenes EmotionalZentrum – mit keinem einzigen definierten Tor – von daher konnten da fast 50 Jahre lang die Emotionen = emotionalen Befindlichkeiten meiner Umwelt in mir Fuß fassen – und ich dachte meist auch noch, es wären meine – wußt ichs doch nicht besser.

Wenn ich da jetzt irgend ein sogenanntes „hängendes Tor“ hätte – würden die Emotionen anderer Menschen in dieser konkreten Form (Thema des Tores) gefiltert werden – da da nix ist = Emotionen kommen ungefiltert rein.

Grundsätzlich ist es so, dass Menschen, die dieses Zentrum farbig = definiert – haben, ihre emotionale Welle – seit ihrer Geburt – haben und kennen – sie schwingt manchmal stärker – und manchmal weniger stark – anders gesagt, die Spitzen sind unterschiedlich stark ausgeprägt – aber es ist „ihre“ Welle.

Die Theorie besagt weiters – Menschen mit offenen EmotionalZentren sind – so allein für sich – eigentlich cool und nüchtern – und haben keine schwankenden emotionalen Befindlichkeiten – aber wer ist schon wirklich alleine? Also – außer mir 😉

Und ja – stimmt – ich bin auch nicht wirklich alleine – aber ich lebe seit 2008 alleine – seit Ende 2018 auch ohne ArbeitsKollegInnen – und seit Anfang des Jahres auch ohne unmittelbaren NachbarInnen, die mich beeinflussen würden und könnten.

Doch bleiben wir noch etwas bei meinen Mauern – ich möchte dir noch etwas zeigen – es geht um das kleine Dreieck rechts – das rechte Chart ist meines – die anderen sind die meiner Eltern und meiner Brüder – mit denen ich aufgewachsen bin – von daher – ich wurde immer von allen – durch deren Emotionen – beeinflusst – und auch konditioniert.

Links meine beiden Brüder – der mit offenem Emo war der erste, der ausbrach – dann meine Eltern – und ganz rechts = ich

Kann ich jetzt rückblickend sagen, weil es hat lange gedauert, bis ich mich bewusst vom emotionalen Einfluß meiner Eltern hab befreien können – noch bevor ich Human Design kennen lernte – danach wärs wahrscheinlich schneller gegangen.

Ok – Ich hatte da meine Mauer – in der sich aber schon die Konditionierungen meiner Eltern eingebrannt hatte – und ich kämpfte mich aus dieser Negativität irgendwie mühsam heraus. Zur Jahrtausendwende lernte ich dann Aufstellungen kennen – und liebte es, in unterschiedlichsen „Rollen“ zu stehen – weil ich dadurch auch wieder emotionale Befindlichkeiten kennen lernen konnte.

Und dann beschloss ich – meine Mauern ein zu reissen – und 2007 fand mich dann Human Design, was mir erklärte, was ich da schon alles zustande gebracht hatte – und dass meine emotioalen Achterbahnen nicht zwangsläufig wirklich etwas mit mir zu tun hatten.

Ich hatte immer wieder Rückfälle – einerseits ins Mauern – andererseits in die emotionalen Achterbahnen, die ich nicht immer sofort auf mein offens Emo zurück führen konnte – zum Beispiel im letzten Job war ich einige Male ausgerastet – und wusste nicht wieso – bis ich dann in der Reflektion drauf kam, dass immer meine Kollegin neben mir war, die auch ein definiertes Emo hat.

Ja – ich war auf ihre emotionalen Welle aufgesprungen – und hab sie verstärkt ausgelebt – nachhaltig über.reagiert – jedes Mal wieder – und ich wusste überhaupt nicht, warum ich so unangemessen re.agierte – und das ist das Wichtigste, was ich dir mit diesem Beitrag mitgeben möchte – also speziell, wenn du ein offenes EmotionalZentrum dein eigen nennst.

Es ist nicht so, dass wir keine Emotionen hätten – aber keine extrem schwankenden – wenn wir für uns alleine sind – und ich weiß, wovon ich schreibe – ich bin seit Beginn der Pandemie meist wirklich alleine zu Hause 😉

Aber fallweise passiert es dann – wenn wir in Geswellschaft anderer Menschen sind – dass wir unkontrolliert „auszucken“ – und dann ist es ganz wichtig – einfach mental einen Schritt zur Seite zu machen – und diese Emotionen unseres Gegenübers einfach vorbei ziehen zu lassen.

Unangemessene und extreme emotionale Schwankungen haben meist überhaupt nichts mit uns zu tun – und wenn wir uns das bewusst machen, dann brauchen wir sie auch nicht unterdrücken oder beherrschen – wir brauchen sie nur nicht als unsere annehmen.

Menschen mit definiertem EmotionalZentrum haben ihre eigenen emotionalen Schwankungen – aber die haben meist auch kein wirkliches Problem damit, wenn sie mal „auszucken“ – weil das tun sie sowieso schon immer 😉

Sorry, ist nicht bös gemeint, aber ich wollte nur fest halten, dass es bei Diskussionen übe emotionale Befindlichkeiten – aus meiner sicht – und aus Sicht von Human Design – nicht nur nachhaltig und wichtig – sondern sogar entscheidend ist, zu wissen, ob wir das EmotionalZentrum

  • offen = wahrnehmend
  • definiert = wirkend

haben.

Der Vorteil vom offenen Emo = dass wir jeweils aufs Neue ent.scheiden können, wie wir mit irgendwelchen Wellen von außen umgehen wollen – da können wir eben einfach „dicht“ machen – und die Emotionen bei denen lassen, denen sie gehören.

Allerdings können wir das erst, wenn wir wissen, wie unser EmotionalZentrum veranlagt ist 😉 Wenn du mehr darüber erfahren und wissen möchtest, komm doch auch in unsere FacebookGruppe.

BeitragsBild von Gino Crescoli auf Pixabay


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